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HCM – Hypertrophe Kardiomyopathie Für den Besitzer ist die Erkrankung im Anfangsstadium nicht erkennbar. Katzen zeigen – anders als beispielsweise Hunde – keine typischen Anzeichen einer Herzerkrankung, wie Husten oder auch Mattigkeit. Allerdings kommt es, wenn die Krankheit weiter fortgeschritten ist, häufig zu Atemnot oder Hecheln. Außerdem kommt es zu Appetitlosigkeit, großem Schlaf- und Ruhebedürfnis. Die Tiere haben keine Spielfreude und/oder Belastbarkeit mehr. Im weiteren Verlauf beobachtet man dann bläuliche Schleimhäute, beschleunigten Herzschlag, den man ertasten kann und Wasseransammlung. Husten dagegen kommt eher selten vor. Es kann zu Thrombosenbildung kommen. Wichtig: Es muss bei einem erkrankten Tier NICHT unbedingt zu einem Herzgeräusch kommen. Die Lebenserwartung einer erkrankten Katze ist abhängig von dem Schweregrad der Erkrankung und vom Auftreten von Komplikationen bei der Medikamentengabe. Katzen reagieren sehr unterschiedlich auf die Medikamente. Katzen, bei denen die HCM früh erkannt und behandelt wurde, können noch viele Jahre leben – dafür gibt es aber leider keine Garantie.
Was ist zu tun? Die Kater, die sich in der Zucht befinden, oder aber in die Zucht gehen sollen, sollten ab dem 1. Lebensjahr einmal jährlich per Herzultraschall untersucht werden. Auch bei Katzen sollte ab dem 1. Lebensjahr mit den Herzultraschall-Untersuchnungen begonnen werden und dann kurz vor jeder Deckung, damit man sicher sein kann, dass die Katze zum Zeitpunkt der Deckung negativ geschallt war. Für eine weiterführende Diagnose stehen dann noch weitere Methoden zur Verfügung: Mit einem EKG kann nicht nur die Herzschlagfrequenz gemessen werden (sie sollte keinesfalls über 200 Herzschlägen pro Minute liegen). Auch Herz-rhythmusstörungen, welche bei der HCM auch vorkommen können, werden erkannt. Eine Röntgenaufnahme kann schließlich aufzeigen, ob das Herz zu groß ist. Dies lässt sich allerdings erst im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf auf dem Röntgenbild erkennen. Allerdings kann man durch die Röntgenaufnahme auch noch erkennen, ob es im Umfeld der Lunge zu Ödemen (Schwellungen) gekommen ist. Bei der HCM können im linken Vorhof Blutgerinnsel entstehen, die dann teilweise abgeschwemmt werden können. Dadurch kommt es häufig in den Oberschenkelarterien zur Thrombenbildung. So muss bei Katzen, die plötzlich aufschreien und eins oder beide Hinterbeine nicht mehr bewegen können, davon ausgegangen werden, dass sie eine Oberschenkelvenenthrombose haben. Sobald diese Symptome auftreten (eine Thrombose kann sehr schmerzhaft sein), muss der Tierarzt die Katze unbedingt behandeln, um die Thromben aufzulösen. Die erkrankten Tiere werden, falls nötig, mit Entwässerungsmedikamenten sowie ACE-Hemmern (zur Blutdrucksenkung) behandelt. In der Regel werden Beta-Blocker (zur Senkung der Herzfrequenz) verabreicht. Leidet das Tier außerdem unter Herzrhythmusstörungen, werden auch noch Kalzium-Kanal-Blocker eingesetzt. Gegen die Thrombenbildung wird mit Aspirin und/oder Warfarin behandelt. Diese Medikamente sind allerdings als vorbeugende Maßnahme eher ungeeignet. Das Medikament der Wahl heißt zur Zeit Heparin, welches allerdings täglich gespritzt werden muss. Es gibt bei der HCM keine Standardtherapie. Sie muss auf das jeweilige Tier zugeschnitten werden.
Wir stellen uns vor Auf den Folgeseiten haben nun - getrennt nach Rassen - Züchter Gelegenheit, sich und ihre Tiere - und natürlich ihre Maßnahmen gegen HCM - vorzustellen. |